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Klapphelmvergleich Nolan & Givi

Produktvorstellung: 

Bekleidung

Ausgabe: 

06/09


Als Schuberth vor drei Jahren mit dem J1-Jethelm auf den Markt kam, war dieses Produkt für viele Motorradfahrer eine gute Alternative zum Integral- oder Klapphelm, gibt er doch durch seinen einsteckbaren Kinnbügel ein deutliches plus gegenüber einem reinen Jethelm. Billiger als ein Vollhelm ist der J1 allerdings mit 400 Euro nicht. Zur Saison 2009 haben nun die Firmen Givi und Nolan ähnliche Helme auf den Markt gebracht, die deutlich preisgünstiger zu haben sind.
Für 219 Euro erhält man den Nolan N 43 Air. Dieser Helm hat wie der J1 ein einsteckbares Kinnteil, das nach dem Aufsetzen des Helms eingesetzt werden kann, um so das Helmaufsetzen zu erleichtern. Ein Auf- oder Absetzen ist aber auch mit eingestecktem Kinnbügel möglich, was beim Schuberth-Helm oft nicht funktioniert. Mit einem Gewicht von 1180 Gramm ist der Nolan erfreulich leicht. Genauso erfreulich, weil leicht zu bedienen, sind die sehr wirkungsvolle Kopfbelüftung und die herausklappbare Sonnenblende. Um Beschlagen des Visier zu verhindern, hat dieses am unteren Rand eine Zwangsbelüftung. Muß das Visier zum Reinigen oder Wechseln mal abgenommen werden, ist das ohne Werkzeug möglich. Wünschenswert wäre nur noch eine Visierrasterung zwischen auf und zu, dafür hat es aber eine Pinlock-Vorbereitung. Schön ist auch das Rastersteckschloß des Kinnriemens. Fummelige Riemeneinstellung entfällt damit in den meisten Fällen. Erwähnenswert wäre noch, daß das Futter zum Reinigen komplett herausnehmbar ist und ein Visierschirm mitgeliefert wird, der es ermöglicht, den N43 als puristischen Jethelm mit Brille (ohne Visier) zu tragen. Auch dieser Nolan-Helm ist ferner für das Nolan N-com Kommunikationssystem vorbereitet.
Für sechs Euro mehr gibt es den Givi xplus. Für den höheren Preis gibt es aber auch 200 Gramm mehr Gewicht. Eigentlich kann man diesen Hut als Klapphelm bezeichnen (Die logische Endlösung des Klapphelms?), denn das Kinnteil wird beim Öffnen des Visiers komplett mit hochgeklappt, weil es fest mit dem Visier verbunden ist. Es rastet nach dem Schließen auf der linken Seite ein und wird dann auf der rechten Seite durch einen Hebel arretiert, der vor dem Hochklappen wieder geöffnet werden muß. Durch den Hebel auf der linken Seite kann es dann wieder geöffnet werden. Hört sich kompliziert an, ist aber bei vielen Klapphelmen genau so und geht ganz einfach. Nicht ganz so einfach, weil ziemlich schwergängig, ist das Herausklappen des Sonnenvisiers, das auch noch zu kurz geraten ist. Erfreulich ist dafür, daß das Viser mehrere Rastereinstellungen hat und der gleiche Kinnriemen wie beim Nolan verwendet wurde. Der xplus hat eine nicht verstelllbare Zwangsbelüftung. Wird es einmal zu kalt am Kopf (oder zu warm), müssen zwei Abdeckungen auf der Helmoberseite mit einem beiliegenden Werkzeug ausgetauscht werden. Das löst nicht unbedingt Begeisterung aus. Das gleiche Werkzeug ist auch zum Abnehmen des Visiers nötig. Da überzeugt die Nolan-Lösung mehr. Als kleine Wiedergutmachung liefert Givi ein Antibeschlagspray und ein Visierreinigungstuch mit.
Beide Helme bringen jedenfalls ein deutliches Sicherheitsplus gegenüber einem einfachen Jethelm mit, ohne viel teurer zu sein. Zwar gibt es für den Preis auch schon „richtige” Klapphelme, diese sind aber schwerer und meist unbequemer zu tragen.
Hallo Leute